Mit Hilfe von Tabellenkalkulationsprogrammen kann man nach Ansicht des Autors des Artikels Recursion & Spreedsheets (Baker et al.) den Schülern das Prinzip der Rekusion gut verdeutlichen.

Wichtig ist allerdings, dass die Schüler bereits Kenntnisse über absolute und relative Bezüge in einem Taballenkalkulationsprogramm besitzen. (Eine guteVorstellung ist die einer Schablone, die man beliebig im Programm verschieben kann)
Bei der Rekursion wird für die Ermittlung eines Wertes n auf einen vorangegangenen Wert (z.B. n-1) zurückgegriffen. In einer Tabelle steht dieser meist über oder neben dem gesuchten Wert.
Aber auch um n-1 zu bestimmen, muss wiederum auf einen Vorgänger zurückgegriffen werden. Damit das funktioniert, muss (mind.) ein Anfangswert vorhanden sein, der nicht auf einen Vorgänger zurückgreift.
Ein Beispiel für die Schule ist die Fibonacci-Folge:
Wie in dem Artikel beschrieben, gibt es eine Rechenvorschrift, wie man auf einen bestimmten Wert der Folge kommen kann:

Zu Beginn einer Stunde würde ich diesen Ausdruck an die Tafel schreiben. Die meisten Ausdrücke dürften für Schüler dieser Klassenstufe (~7) noch unverständlich sein. Daher dürfte keiner den 100sten Wert sagen können.
Anschließend schreibt man einige Werte der Folge an und bespricht mit den Schülern die Bildungsvorschrift:

Aber auch an dieser Stelle werden sie erkennen, dass es eine Weile braucht, bis man den 100sten Wert der Folge ermittelt hat.
Daher sollen sie den Computer (ein Tabellenkalkulationsprogramm) als Hilfsmittel einsetzen.
Anschließend werden die Lösungsvorschläge der Schüler besprochen und die Rekursion mit weiteren Beispielen (Fakultät…) vertieft.